Europa 2020 Indikatoren

 

Alle Links führen zu Statistiken von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union.

 

Erwerbstätigenquote nach Geschlecht, Altersgruppe 20-64

Ziel: 75 % der Bevölkerung im Alter von 20 bis 64 Jahren sollten in Arbeit stehen

Die Erwerbstätigenquote wird berechnet, indem die Zahl der erwerbstätigen Personen im Alter zwischen 20 und 64 Jahren durch die Gesamtbevölkerung derselben Altersgruppe dividiert wird. Der Indikator beruht auf der EU-Arbeitskräfteerhebung. In der Erhebung wird die gesamte in privaten Haushalten lebende Bevölkerung erfasst. Keine Berücksichtigung finden Personen, die in Anstaltshaushalten (Pensionen, Wohnheime, Krankenhäuser usw.) leben. Zur erwerbstätigen Bevölkerung zählen alle Personen, die in der Berichtswoche mindestens eine Stunde lang gegen Entgelt oder zur Erzielung eines Gewinns arbeiteten oder nicht arbeiteten, aber einen Arbeitsplatz hatten, von dem sie vorübergehend abwesend waren.

Statistik

Bruttoinlandsaufwendungen für FuE (GERD) in % des BIP

Ziel: 3 % des BIP der EU sollten für F&E aufgewendet werden

Der vorliegende Indikator ist GERD (Gross domestic expenditure on R&D) als Prozentanteil des BIP. "Forschung und Entwicklung (FuE) beinhalten eine kreative Tätigkeit auf einer systematischen Basis, mit dem Ziel, neue Kenntnisse – einschließlich Menschen-, Landes- und Gesellschaftskunde – zu gewinnen, sowie den Kenntnisbestand für neue Anwendungen zu nutzen" (Frascati Manual, 2002 edition, § 63). FuE ist eine Tätigkeit, in der wichtige Transfers zwischen Einheiten, Organisationen und Sektoren stattfinden; dabei ist es wichtig, FuE-Fonds zu verfolgen.

Statistik

Emission von Treibhausgasen, Basisjahr 1990, Index 1990 = 100

Ziel: Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 20% im Vergleich zu 1990

Dieser Indikator zeigt die Trends bei den anthropogenen Emissionen der Treibhausgase laut Kyoto-Protokoll. Die jährlichen Gesamtemissionen werden im Vergleich zu den Emissionen im Jahr 1990 dargestellt. Im Kyoto-Protokoll werden die folgenden Treibhausgase erfasst: Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffoxid (N2O) und die sogenannten F-Gase (Fluorkohlenwasserstoffe, Perfluorkohlenwasserstoffe und Schwefelhexafluorid (SF6). Diese Treibhausgase werden anhand ihres jeweiligen Treibhauspotenzials (Global Warming Potential – GWP) gewichtet und zu einer Einheit aggregiert. Diese aggregierten Treibhausgasemissionen werden als Einheiten in CO2-Äquivalenten ausgedrückt. Der Indikator gibt keinerlei Aufschluss über die Emissionen und deren Senkung im Zusammenhang mit Flächennutzung, geänderter Flächennutzung und Forstwirtschaft (Land Use, Land-Use Change and Forestry – LULUCF), ebenso wenig wie über Emissionen des internationalen Luft- und Seeverkehrs. Gemäß den aus dem Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (United Nations Framework Convention on Climate Change – UNFCCC) resultierenden Berichterstattungsleitlinien sind die CO2-Emissionen aus Biomasse mit energetischer Verwertung zur Information zu melden und sind nicht in die nationalen Treibhausgasgesamtmengen einbezogen. Die gesamte EU ist bestrebt, ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 im Vergleich zu 1990 um mindestens 20 % zu senken. Dieses Ziel beinhaltet Folgendes: die Emissionen in den Bereichen, die zum EU-Emissionshandelssystems (EU ETS) gehören, bis 2020 um 21 % (gegenüber 2005) zu senken, – die Emissionen in Bereichen, die nicht unter das EU-Emissionshandelssystem (EU ETS) fallen, um 10 % verringern. Alle Mitgliedstaaten haben länderspezifischen Treibhausgasemissionsgrenzwerten zugestimmt (Entscheidung 406/2009/EG des Rates), damit dieses übergeordnete Ziel erreicht werden kann und die Emissionen bis 2020 um 10 % (gegenüber 2005) reduziert werden.

Statistik

Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch in %

Ziel: Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch um 20%

Dieser Indikator wird auf der Grundlage der unter die Energiestatistik Verordnung fallenden einschlägigen Statistiken berechnet. Er kann als eine Schätzung des in der Richtlinie 2009/28/EG beschriebenen Indikators angesehen werden, da im Fall einiger Technologien für erneuerbare Energieträger das statistische System noch nicht so ausgereift ist, dass es den Anforderungen dieser Richtlinie genügt. Allerdings ist der Beitrag dieser Technologien vorerst relativ unerheblich. Weitere Informationen über die Methodik zur Berechnung der Anteile erneuerbarer Energien und über die jährlichen Energiestatistiken von Eurostat finden sich in der Richtlinie 2009/28/EG zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen, in der Verordnung (EG) Nr. 1099/2008 (Energiestatistik Verordnung) und auf der Transparenzplattform der GD Energie (http://ec.europa.eu/energy/renewables/index_en.htm)

Statistik

Energieintensität der Wirtschaft, Bruttoinlandsverbrauch von Energie geteilt durch das BIP (kg Rohöleinheiten pro 1 000 EUR )

Ziel: 20% Steigerung der Energieeffizienz

Dieser Indikator gibt das Verhältnis von Bruttoinlandsverbrauch an Energie und Bruttoinlandsprodukt (BIP) für ein bestimmtes Kalenderjahr wieder. Er misst den Energieverbrauch einer Volkswirtschaft und ihre allgemeine Energieeffizienz. Der Bruttoinlandsverbrauch an Energie ergibt sich aus der Summe des Bruttoinlandsverbrauchs der fünf Energieträger Kohle, Strom, Öl, Erdgas und erneuerbare Energien. Die BIP-Werte werden in verketteten Volumen angegeben, Bezugsjahr ist das Jahr 2000. Zur Ermittlung der Energieintensität wird der Bruttoinlandsverbrauch durch das BIP dividiert. Da der Bruttoinlandsverbrauch in kg RÖE (kg Rohöleinheiten) und das BIP in 1 000 EUR gemessen wird, ergibt sich ein Verhältnis von kg RÖE pro 1 000 EUR.

Statistik

Personen, die vorzeitig Schule und Weiterbildung abbrechen – insgesamt

Ziel: Der Anteil der frühzeitigen Schul- und Ausbildungsabgänger sollte auf unter 10 % abgesenkt werden

Seit dem 20. November 2009 stützt sich dieser Indikator auf jährliche Mittelwerte aus vierteljährlichen Daten und nicht mehr auf ein einzigen Bezugsquartals im Frühjahr. "Frühzeitige Schul- und Ausbildungsabgänger" sind Personen im Alter von 18-24 Jahren, die die folgenden Bedingungen erfüllen: der höchste erreichte Grad der allgemeinen oder beruflichen Bildung entspricht ISCED 0, 1, 2 oder 3c kurz, und die Befragten dürfen in den vier Wochen vor der Erhebung an keiner Maßnahme der allgemeinen oder beruflichen Bildung teilgenommen haben (Zähler). Der Nenner besteht aus der Gesamtbevölkerung der gleichen Altersgruppe; ausgenommen sind diejenigen, die die Fragen „Höchster erreichter Grad der allgemeinen oder beruflichen Bildung“ und „Teilnahme an einer Maßname der allgemeinen und beruflichen Bildung“ nicht beantwortet haben. Sowohl die Zähler als auch die Nenner stammen aus der EU-Arbeitskräfteerhebung.

Statistik

Bildungsabschluss im Tertiärbereich – insgesamt

Ziel: Der Anteil der 30- bis 34-Jährigen, die ein Hochschulstudium abgeschlossen haben oder über einen gleichwertigen Abschluss verfügen, soll auf mindestens 40 % erhöht werden

Anteil der 30-34jährigen mit abgeschlossenem Universitäts- oder Hochschulstudium (Tertiärbereich), die mindestens einen Bildungsabschluss der ISCED 1997-Ebenen 5 oder 6 besitzen (ISCED) – Internationale Standardklassifikation für das Bildungswesen). Mit diesem Indikator wird die Verwirklichung des Kernziels der Strategie Europa 2020, den Anteil der 30-34jährigen Bevölkerung mit abgeschlossener Hochschulbildung oder einem vergleichbaren Abschluss bis 2020 auf mindestens 40 % anzuheben, gemessen.

Statistik

Von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedrohte Personen

Ziel: Die Zahl der von Armut oder sozialer Ausgrenzung gefährdeten Personen sollte um 20 Millionen sinken

Mit der Strategie Europa 2020 sollen die soziale Eingliederung gefördert und, insbesondere durch Armutsbekämpfung, mindestens 20 Mio. Menschen vom Armuts- und Ausgrenzungsrisiko befreit werden. Dieser Indikator entspricht der Summe der Personen, die armutsgefährdet sind oder unter materiellen Entbehrungen leiden oder in Haushalten mit sehr niedriger Erwerbstätigkeit leben. Alle Personen werden nur einmal gezählt, auch wenn sie in mehreren Sub-Indikatoren vertreten sind. Als von Armut bedroht gelten Personen mit einem verfügbaren Äquivalenzeinkommen unterhalb der Armutsgefährdungsschwelle, die bei 60 % des nationalen verfügbaren medianen Äquivalenzeinkommens (nach Sozialtransfers) liegt. Unter „materieller Entbehrung“ werden Indikatoren zu wirtschaftlicher Belastung und Gebrauchsgütern zusammengefasst. Bei Personen, die unter erheblichen materiellen Entbehrungen leiden, sind die Lebensbedingungen aufgrund fehlender Mittel stark eingeschränkt, und sie sind nicht in der Lage, für mindestens sechs der folgenden neun Ausgaben aufzukommen: i) Miete und Versorgungsleistungen, ii) angemessene Beheizung der Wohnung, iii) unerwartete Ausgaben, iv) jeden zweiten Tag eine Mahlzeit mit Fleisch, Fisch oder gleichwertiger Proteinzufuhr, v) einen einwöchigen Urlaub an einem anderen Ort, vi) ein Auto, vii) eine Waschmaschine, viii) einen Farbfernseher oder ix) ein Telefon. Als in Haushalten mit niedriger Erwerbstätigkeit lebend gelten Personen im Alter von 0-59 Jahren, die in Haushalten leben, in denen die Erwachsenen (18-59 Jahre) im vorhergehenden Jahr insgesamt weniger als 20 % gearbeitet haben.

Statistik

Ranking

Statistik

Wer ist Online

5 Besucher online
0 Gäste, 5 Bots, 0 Mitglied(er)
Map of Visitors
© 2011 EU für Anfänger Suffusion theme by Sayontan Sinha