Wirtschaftsindikatoren

 

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Bruttoinlandsprodukt, Veränderung in Prozent

Das Bruttoinlandsprodukt – BIP zu Marktpreisen ist ein Maß für das Ergebnis der Produktionstätigkeit der gebietsansässigen produzierenden Einheiten (ESVG 95, 8.89). Es ist definiert als der Wert aller produzierten Güter und Dienstleistungen abzüglich des Wertes der Güter und Dienstleistungen, die bei deren Erstellung verbraucht wurden. Die Angaben beziehen sich auf verkette Volumen (d.h. Daten in Preisen des Vorjahres werden über geeignete Wachstumsraten verkettet). Wachstumsraten im Vergleich zum Vorquartal (Q/Q-1) werden anhand saison- und kalenderbereinigter Daten berechnet, während Wachstumsraten relative zum gleichen Quartal des Vorjahres (Q/Q-4) aus rohen Daten berechnet werden.

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Private Konsumausgaben, Volumen, Prozentveränderung

Konsumausgaben sind die Ausgaben gebietsansässiger institutioneller Einheiten für Waren und Dienstleistungen, die zur unmittelbaren Befriedigung individueller Bedürfnisse und Wünsche oder kollektiver Bedürfnisse der Allgemeinheit verwendet werden. Konsumausgaben können im Inland und im Ausland getätigt werden (ESA 1995, 3.75). Private Konsumausgaben beinhalten die Konsumausgaben der privaten Haushalte und der privaten Organisationen ohne Erwerbszweck (NPISH). Die Angaben beziehen sich auf verkette Volumen (d.h. Daten in Preisen des Vorjahres werden über geeignete Wachstumsraten verkettet). Wachstumsraten im Vergleich zum Vorquartal (Q/Q-1) werden anhand saison- und kalenderbereinigter Daten berechnet, während Wachstumsraten relative zum gleichen Quartal des Vorjahres (Q/Q-4) aus rohen Daten berechnet werden.

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Bruttoanlageinvestitionen, Volumen, Prozentveränderung

Bruttoanlageinvestitionen umfassen den Erwerb abzüglich der Veräußerungen von Anlagegütern durch gebietsansässige Produzenten in einem Zeitraum zuzüglich gewisser Wert¬erhöhungen an nichtproduzierten Vermögensgütern (ESA 95, 3.102). Diese erworbenen Anlagegüter sind für den Einsatz im Produktionsprozess vorgesehen. Brutto¬anlage¬investitionen beinhalten beispielsweise den Erwerb abzüglich der Veräußerungen von Bauten, Ausrüstungen, Suchbohrungen, Computerprogramme, Urheberrechte sowie wesentliche Verbesserungen von Grund und Boden, wie etwa die Rodung von Wäldern. Die Angaben beziehen sich auf verkette Volumen (d.h. Daten in Preisen des Vorjahres werden über geeignete Wachstumsraten verkettet). Wachstumsraten im Vergleich zum Vorquartal (Q/Q-1) werden anhand saison- und kalenderbereinigter Daten berechnet, während Wachstumsraten relative zum gleichen Quartal des Vorjahres (Q/Q-4) aus rohen Daten berechnet werden.

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Zahlungsbilanz, Leistungsbilanz, vierteljährliche Daten In Mio. EUR

Die Leistungsbilanz umfasst die Handelsbilanz (Exporte minus Importe von Waren und Dienstleistungen), den Saldo der Erwerbs- und Vermögenseinkommen (wie zum Beispiel Zinsen und Dividenden) und den Saldo der laufenden Übertragungen (wie zum Beispiel Entwicklungshilfe). Die Leistungsbilanz bildet zusammen mit den beiden Teilbilanzen Vermögensübertragungen und Kapitalbilanz die Zahlungsbilanz. Die Zahlungsbilanz erfasst für einen bestimmten Zeitraum wertmäßig alle Transaktionen zwischen Inländern und Ausländern und gibt Auskunft über die ökonomische Verflechtung einer Volkswirtschaft mit dem Ausland. Grundlage ist die Richtlinie des Internationalen Währungsfonds (IWF) über den Aufbau der Zahlungsbilanz (BPM5). Daten sind in Millionen Euro ausgedrückt. Alle Daten werden in Rohform dargestellt. Quelle der Daten für die Euro-Zone: Europäische Zentralbank (EZB).

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HVPI – Gesamtindex, Index (2005=100) und Prozentveränderung

Harmonisierte Verbraucherpreisindizes (HVPI) sind für internationale Vergleiche der Verbraucherpreisinflation gedacht. Sie dienen der Bewertung der Inflationskonvergenz gemäß Artikel 121 des Amsterdamer Vertrages und der Europäischen Zentralbank zur Überwachung der Preisstabilität im Rahmen der Währungspolitik. Die EZB definiert Preisstabilität auf Grundlage der jährlichen Veränderungsrate des HVPI für die Euroraum.
Die HVPI werden gemäß harmonisierter, für alle Mitgliedstaaten verbindlicher Standards erstellt. Die HVPI sind "Preisindizes vom Typ Laspeyres" und werden als jährliche Kettenindizes berechnet, so dass sich die Gewichte von Jahr zu Jahr ändern können.
Die gemeinsame Klassifikation der HVPI ist die COICOP (Internationale Klassifikation des individuellen Verbrauchs nach Verwendungszwecken). Eine Version dieser Klassifikation (COICOP/HVPI) wurde für die HVPI angepasst. Teilindizes, die von Eurostat veröffentlicht werden, basieren auf dieser Klassifizierung.
HVPI werden erstellt und veröffentlicht unter Verwendung eines gemeinsamen Indexreferenzzeitraum (2005=100). Wachstumsraten werden von veröffentlichten Indexzahlen berechnet.
Indizes sowie Wachstumsraten bezüglich des Vormonats (M/M-1) beziehungsweise des entsprechenden Monats des vorherigen Jahres (M/M-12) werden weder von Kalender- noch von Saisoneffekten bereinigt.

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Harmonisierte Arbeitslosenquote – Insgesamt in % (saisonbereinigt)

Die Arbeitslosenquote ist definiert als der prozentuale Anteil der Arbeitslosen an den Erwerbspersonen. Dabei werden die Kriterien der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zugrunde gelegt. Die Erwerbspersonen umfassen die Erwerbstätigen und die Arbeitslosen. Als Arbeitslose definiert sind Personen zwischen 15 und 74 Jahren (einschließlich), die – ohne Arbeit sind, – innerhalb der nächsten zwei Wochen eine Arbeit aufnehmen können, – und während der vier vorhergehenden Wochen aktiv eine Arbeit gesucht haben. Die Daten sind saisonbereinigt.

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Arbeitskostenindex, Index (2008=100) und Prozentveränderung

Der Arbeitskostenindex ist ein Konjunkturindikator, der die Entwicklung der den Arbeitgebern für die Beschäftigung der Arbeitnehmer entstehenden Arbeitskosten je Stunde abbildet. Der Index bezieht sich auf alle für den Markt produzierenden Wirtschaftszweige mit Ausnahme der Bereiche Land- und Forstwirtschaft, Fischerei, Erziehung, Gesundheitswesen, sonstige persönliche Dienstleistungen. Die vierteljährlichen Veränderungen der Arbeitgeberkosten werden für die Arbeitskosten insgesamt und ihre Hauptkomponenten Löhne und Gehälter (Lohnkosten) und für die Arbeitskosten außer Löhnen und Gehältern (Lohnnebenkosten) gemessen. Die Arbeitskosten umfassen die Löhne und Gehälter, die Sozialbeiträge der Arbeitgeber sowie die mit der Beschäftigung verbundenen Steuern abzüglich der beschäftigungsbezogenen Subventionen. Der Arbeitskostenindex ist ein verketteter Laspeyres-Index mit dem Wert 100 für das Jahr 2008. Die Angaben sind kalender- und saisonbereinigt. Die Wachstumsraten mit Bezug zum Vorquartal (Q/Q-1) werden auf Grundlage der kalender- und saisonbereinigten Werte berechnet. Die Wachstumsraten im Vergleich zum selben Quartal des Vorjahres (Q/Q-4) werden aus den kalenderbereinigten Werten abgeleitet.

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Defizit / Überschuß des Staates In Mio. EUR, in % des BIP

Das öffentliche Defizit/der öffentliche Überschuss ist im Vertrag von Maastricht definiert als Finanzierungssaldo des gesamten Staatssektors entsprechend dem Konzept der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (Europäisches System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen, ESVG 95). Der Staatssektor umfasst Zentralstaat, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung). Die einschlägigen Definitionen enthält die Verordnung (EG) Nr.3605/93 des Rates mit ihren Änderungen. Die Zahlen für den Staatssektor sind zwischen den Teilsektoren auf Ebene des Gesamtstaates konsolidiert. Die Reihen werden in Euro und als Prozentsatz des Bruttoinlandprodukts ausgewiesen.

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Bruttoverschuldung des Staates in % des BIP und Mio Euro

Der öffentliche Schuldenstand ist im Vertrag von Maastricht definiert als Brutto-Gesamtschuldenstand des gesamten Staatssektors zum Nominalwert am Jahresende nach Konsolidierung. Der Staatssektor umfasst Zentralstaat, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung. Die einschlägigen Definitionen enthält die Verordnung (EG) Nr.3605/93 des Rates mit ihren Änderungen. Die Zahlen für den Staatssektor sind zwischen den Teilsektoren auf Ebene des Gesamtstaates konsolidiert. Die Reihen werden in Euro und als Prozentsatz des Bruttoinlandprodukts ausgewiesen.

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